Zauberhaft
Wirklich bemerkenswert ist der große Umfang an Zaubern, die unsere Schatzjägerin während ihres Abenteuers erlernen kann. Um diese zu erlernen, werden die Seelenpunkte benötigt, die ihr in den Arealen findet oder euch von den Gegnern holt. Die Zauber unterscheiden sich zum einen in ihren Elementen, sei es Licht, Schatten, Eis, Feuer oder Blitz, und zum anderen in der Art und Weise, wie die Zauber wirken. Es gibt Flächenzauber, die allen Gegnern in der Nähe Schaden zufügen oder aber auch Zauber, welche eure Gunblades mit dem jeweiligen magischen Element aufwerten. Um im Kampf stets den passenden Zauber griffbereit zu haben, lassen sich diese auf vier Tasten des Gamepads legen und per Schnellzugriff auslösen. Die Zauber lassen sich allerdings nur dann aktivieren, wenn Ayumi über genügend Rage verfügt. Rage sammelt Ayumi entweder im direkten Nahkampf mit dem Gegner oder durch erlittenen Schaden. Falls gerade mal kein Rage zur Verfügung ist, wehrt sich die Titelheldin mit ihren Gunblades, die ihr neben Klingenangriffen auch Schussangriffe ermöglichen. Durch Upgrades lassen sich die Kampf- und Schussfähigkeiten weiter verbessern, so dass im Laufe des Spiels mehrere Angriffe möglich sind.
Ein etwas besonderes Versorgungssystem schützt Ayumi vor dem sicheren Tod. Denn neben der Möglichkeit Rage und Lebensenergie durch Energiekristalle, die im Areal verteilt sind, zurück zu gewinnen, kann sich Ayumi alle nötigen Gegenstände aus dem Menü heraus kaufen. Heilung und Rage ohne lästige Tränke verwenden zu müssen. Hervorragend! Wenn es dann doch einmal kniffelig werden sollte und nicht genügend Seelen zum Kauf von Gegenständen vorhanden sind, kann sich die talentierte Schatzjägerin mit Teleport-Zaubern aus dem Kampfgeschehen entfernen.
Schöne Aussichten – die Grafik
Natürlich fällt der erste Blick des Spielers auf Ayumi, wenigstens wenn es sich um einen männlichen Zocker handelt. Sie ist im Animestil gehalten, was dem Spiel einen coolen, comic artigen Flair gibt. Was die grafische Schönheit der Heldin angeht, kann man(n) definitiv nicht meckern. Das Haar weht im Wind, die Ausrüstung ist detailliert und die weiblichen Rundungen sind wunderhübsch ausgeprägt. Im Laufe des Spiels wird Ayumi sogar ihr Outfit wechseln!
Im optischen Gegensatz zur Heldin stehen die einzelnen Areale, denn diese sind fotorealistisch gehalten, was hervorragend zum Spiel passt. Anime und Fotorealismus werden zu einem schön anzusehenden Schauspiel verbunden. Viele Details in den Levels, auch die Textur am Horizont, wirken erfreulicherweise sehr scharf detailliert. Was aber den besonderen Charme des Spiels ausmacht, das sind die super schönen Lichteffekte. Die Sonne spiegelt sich auf den Gunblades und Ayumis Rüstung, und wenn das Licht durch Fensteröffnungen oder Torbögen scheint, kommt man aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wirklich eine tolle Arbeit, die die Entwickler hier an den Tag gelegt haben! Die Innenlevel allerdings kommen leider bei weitem nicht an die Außenareale heran. Zum Glück kann man das gut verkraften, denn die meiste Zeit ist man so sehr mit dem Kämpfen beschäftigt, dass man von der Umgebung herzlich wenig mitbekommt. Die musikalische Untermalung sorgt für die passende Atmosphäre. Rockige, schnelle Melodien und Klänge passen ungemein gut zum schnellen Kampfgeschehen. Sind alle Gegner besiegt, wird die Musik wieder ruhiger und ist stellenweise dann von asiatischen Klangmustern inspiriert. Die Sprachausgabe ist in Ordnung, kommt sie auch nicht allzu oft vor. Das liegt leider auch daran, dass es sehr wenige Zwischensequenzen gibt. Neben dem Verlust an Atmosphäre hat dies leider auch zur Folge, dass die Story mehr oder weniger belanglos wird und kaum fortgeführt wird. Schade, denn Ayumi wird von der deutschen Synchronstimme von Jessica Alba gesprochen.
Kein Coop!
Leider gibt es bei X-Blades keinerlei Online-Modi. Dabei hätte ein Coop-Modus diesem Spiel so gut getan. Wie spaßig wäre es doch gewesen, die Massen an Gegnern mit Freunden zu besiegen und die vielen verschiedenen Areale zu durchqueren. Vielleicht gibt es ja noch die Hoffnung, dass ein derartiger Modus noch mit einem Update oder per Download Content dem Spiel beigefügt wird.