Wolkig mit Aussicht auf Fleischbaellchen | Spieletest und Review | Xbox 360 Game Focus
Brathähnchen habenīs schwer
Gummibärchen noch viel mehr!
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen spielt man am besten satt!
Da schreiben zwei Menschen im Jahre 1978 eine 32-Seiten-Geschichte über Essen, was vom Himmel regnet, holen sich dafür Inspirationen in Süßwarenläden und bringen Kinderträume auf Papier. Niemand konnte ahnen, dass sie damit einen Bestseller landen. Judi und Ron Barrett haben das erreicht, wovon andere noch träumen. Was liegt also näher, als diesen schriftstellerischen Erfolg sowohl auf Leinwand zu projizieren, als auch die große weite Welt der Videospieler damit zu beglücken?
Vorrangig wohl eher als ein Freizeitspaß für die lieben Kleinen gedacht, sollten jedoch auch die Erwachsenen unter uns wenigstens mal ein halbes Auge drauf werfen, denn dieses Abenteuer ist alles, nur eins nicht: langweilig.
Essen regnet vom Himmel? Was ist denn da los?
Um das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen, sei die Handlung kurz erklärt: der junge Flint Lockwood – seines Zeichens selbsternannter Erfinder (hat irgendwie was von Daniel Düsentrieb) – versucht seit vielen Monden mit Kreationen wie dem Sprühschuh, angriffslustigen Rattenvögeln, Haarentferner und einer Maschine, die die Gedanken seines Äffchens übersetzt, vergeblich der Welt einen Nutzen zu bringen. Leider stößt er damit auf wenig Begeisterung und wird in seiner Heimatstadt Affenfels zusehends belächelt. Affenfels steht nach der kürzlichen Schließung der Sardinenfabrik kurz vor dem Bankrott und Flints Kopf läuft auf der Suche nach Rettung heiß. Vom eigenen Vater verhöhnt, steht seine Mutter aber zumeist hinter Flint und fördert seine Ideen, bis Sie plötzlich und unerwartet aus dem Leben scheidet. Im Schockzustand verbarrikadiert Flint sich in seinem Techniklabor und arbeitet rund um die Uhr.
Endlich hat er die zündende Idee: eine Maschine, die Wasser in Lebensmittel verwandelt. Nur hat der dabei den natürlichen Kreislauf des Wassers nicht bedacht: verdunstet es auf der Erde, bilden sich Wolken und wir haben unser Wasser wieder – in Form von Regen. Flint tüftelt Tag und Nacht an seinem Apparat „F.L.D.S.M.D.F.R.“ (Flint Lockwood Diatonic Super Mutating Dynamic Food Replicator).
Nach dem letzten Feinschliff präsentiert er stolz seine neueste Erfindung vor den Bürgern von Affenfels. Schon bei der eingängigen Erklärung hat er die Lacher auf seiner Seite. Als sich die ersten Menschen abwenden und das Weite suchen wollen, schaltet er die Maschine ein und demonstriert unter staunenden Augen seine neue Art der Nahrungsgewinnung durch Wasser. Flint hat sein Ziel erreicht und wird erstmals als wirklicher Held und echter Erfinder gefeiert. Das bleibt auch dem gierigen Bürgermeister nicht verborgen, der sich sogleich die Fernbedienung des FLDSMDFR sichert.