Oben | Spieletest und Review | Xbox 360 Game Focus

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Mit 66 Jahren fängt das Leben an?

Nein, mit 78!

Und wer´s nicht glaubt, schaut mal nach OBEN...


Es war einmal ein Seniorenpärchen namens Ellie und Carl Fredricksen. Seit ihrer Jugend ein eingeschweißtes Team, verfolgten sie bis ins hohe Alter einen Traum: einmal wir ihr großes Vorbild Abenteurer Charles Muntz die Welt zu bereisen und letzten Endes den Lebensabend in einem Häuschen bei den Paradiesfällen zu verbringen. Wie so oft im Leben kommt alles anders als geplant. Ellie verstirbt und lässt ihren 78-jährigen Mann Carl in tiefer Trauer zurück.

Und als hätte man es geahnt, kommt ein Unglück selten allein. Carl soll sein geliebtes Eigenheim verlassen um einem Neubau Platz zu machen – immerhin ist er auch betagt genug für das Stelldichein im Altenheim. Doch Carl verfolgt andere Interessen. Um allem Ärger aus dem Weg zu gehen und seinen Lebenstraum zu verwirklichen füllt er still und heimlich tausende Luftballons mit Helium, die durch Leinen an sein Haus gebunden sind.

Rund und gesund!
Kurz bevor er sich in die Wolken und auf weite Reise begeben will, klopft der kleine dicke „Erforscher der Wildnis – Untergruppe: die Wölflinge“ Russel an seiner Tür. Durch und durch auf dem „Jeden Tag ne gute Tat“-Trip bietet Russel dem alten Herren seine Dienste an: “Ich könnte sie über die Straße führen “ NEIN! „Ich könnte sie mal durch ihren Garten führen?“ NEIN! „Ich könnte sie über ihre Terrasse führen...“ NEIN! „Ja...aber über irgendwas muss ich Sie führen.“ NEIN! ... Russel benötigt sein letztes „Sei einem Senioren behilflich“-Abzeichen, um den Titel „fortgeschrittener Erforscher der Wildnis“ zu erlangen. Carl gibt sich geschlagen und erzählt Russel von dem angeblichen „Schnepfenvogel“, der jede Nacht seine Azaleen beschädigt. Der Vogel hat sein Nest zwei Straßen weiter und lässt sich durch dreimaliges in die Hände klatschen anlocken. Russel sprintet - gedanklich schon beim letzten Abzeichen - frohen Mutes los und Carl schließt befriedigt die Tür, um seine Reise anzutreten. Er entfernt den Luftballonschutz und steigt langsam samt Haus in die Luft. Befreit, glücklich und voller Erwartung, was da noch kommen mag, träumt er von den Paradiesfällen, als er jäh durch ein Klopfen an der Tür aus seinem Tagtraum gerissen wird. Völlig verwirrt öffnet er die Tür. Auf der Terrasse steht der verängstigte dicke Russel und bittet um Einlass.

Ob Carl nun will oder nicht – er hat einen Begleiter auf seiner Reise. Als sie weit oben in den Wolken plötzlich in ein Unwetter geraten, merken Beide, dass diese Reise alleine tödlich gewesen wäre. Später befinden sie sich in Südamerika und ihr Abenteuer auf der Suche nach den Paradiesfällen beginnt.