Modern Warfare 2 | Spieletest und Review | Xbox 360 Game Focus
Weiter zur Synchronisation, es wurden wieder hochkarätige Stars aus der Film- und Musikbranche an Bord geholt. Unter anderem könnt ihr in der englischen Version den Musiker 50 Cent und die Schauspieler Kevin McKidd und Bill Murray – Sprecher von Captain Price im Vorgänger- hören. Für die musikalische Umsetzung des Spiels hat sich Infinity Wards einen Geniestreich einfallen lassen und den Hollywood-Komponisten Hans Zimmer engagiert, der für das komplette Spiel die Musik produzierte. Hans Zimmer zeichnet sich
verant- wortlich für die Musik von Filmen wie „Gladiator“, „Der König der Löwen“ und auch für „Fluch der Karibik“.
Nachtsichtgerät an und ab durchs Dunkel
Zum gelungenen Sound gesellt sich die geniale Grafik. Wenn ihr die Kampagne startet, werdet ihr von einer umwerfenden Sequenz in Hollywood Blockbuster Qualität begrüßt, in der die Geschehnisse aus Call of Duty 4 in kleinen Erinnerungsabschnitten gezeigt werden. Weiter zur Ingame-Grafik, auch hier könnt ihr einiges erwarten. Vom heftigen Schneesturm bis hin zum starken Regen ntwickelt jedes Einsatzgebiet seinen ganz eigenen Charakter. So fröstelt ihr euch wenn ihr gerade die U-Boot Basis infiltriert oder ihr werdet schwitzen, wenn ihr durch die Favela in Rio de Janeiro nach dem Waffenhändler sucht. Die Sequenzen in den Missionen sind ebenfalls in Ingame-Grafik gehalten und sehen astrein aus. Detailreichtum werdet ihr auch bei den Waffen und Charakteren finden, alle Waffen wurden eins zu eins dem Original nachempfunden. So seht ihr die Kühlrippen am M4 Sturmgewehr oder das Styropor vom Javelin Raketenwerfer. Die Charaktere selbst wurden sehr detailliert erstellt und man sieht in Captain Shepherd’s Gesicht die Falten, sowie die Spuren des Krieges im Gesicht der russischen Soldaten.
Soldat, dies ist Ihre Waffe – gehen Sie damit sorgfältig um
Aller guten Dinge sind drei, kommen wir zum Wichtigsten. Altbewährtes sollte man nicht verändern, dashat sich auch Infinity Ward gedacht und hat die Steuerung so gelassen wie sie. Für wirklich komplette Neueinsteiger im Ego-Shooter Bereich ist das Training eine willkommene Gelegenheit, die Steuerung zu erlernen, hier bekommt ihr alle grundlegenden Steuerungsbefehle erklärt und könnt diese auch gleich umsetzen. Die KI wurde von Infinity Ward etwas verbessert, so suchen die Gegner schnell Deckung, flüchten, wenn ihr eine Granate in ihre Richtung werft und sie versuchen euch zu flankieren um euch zu töten. Die einzelnen Schwierigkeitsgrade machen sich sehr bemerkbar. Ein Highlight ist dabei der Veteranenmodus, hier wurde der unendliche Gegner Respawn entfernt. Heißt, habt ihr einen Bereich gesäubert, so kommen auch keine weiteren Gegner nach. Ebenfalls werdet ihr auf dieser Schwierigkeit nicht mehr mit Granaten zugemüllt, sondern müsst nur ab und an eine zurückwerfen. Im Ganzen sind dies zwei ausgezeichnete Verbesserungen, die das Spielen für Neueinsteiger leichter machen – oder für Noobs wie mich. Ebenfalls neu hinzu gekommen ist die Kampfart Akimbo, bei der man zwei Waffen gleichzeitig führt und die Möglichkeit das Messer, das ihr immer dabei habt, auf den Gegner zu werfen.
Fazit
Packende Story, geniale Musik, schicke Grafik und hammerharte Action, was braucht man mehr? Nichts! Call of Duty: Modern Warfare 2 bekommt alles unter einen Hut. Durch die musikalische Aufwertung von Hans Zimmer in den einzelnen Missionen bekommen diese einen weiteren Tiefgang, da die Musik genau auf die Situation die gerade herrscht abgestimmt ist. Durch den Wegfall des unendlichen Gegnerrespawns, die eimerweise Begrüßung mit Granaten und dem generell einfacher Veteranenmodus wurde das Spiel leichter gemacht. Der Multiplayer-Modus setzt mit seinen Verbesserungen dem Ganzen das Tüpfelchen aufs i. Ein perfekt gelungenes Spiel, das durch sein doch offenes Ende auf einen dritten Teil hoffen lässt.
Bis zum nächsten Mal,
Euer Martin