Fairytale Fights | Spieletest und Review | Xbox 360 Game Focus

Fairytale Fights | Spieletest und Review | Xbox 360 Game Focus

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit…

da brachte ein Spieleentwickler namens Playlogic

ein märchenhaftes Spiel auf den Markt.


In jenem Hack n’ Slice-Brawler übernahm der Spieler die Rolle eines der vier Märchenhelden der Gebrüder Grimm und ähnlichen Schriftstellern, um die malerische Welt in Blut zu tauchen. Und das nur, um die eigene Ehre wieder herzustellen.

Let’s paint the town red!
Dieses gemeine tapfere Schneiderlein! Stiehlt es doch den Helden dieses Spiels die Show. Entehrt und ohne den Status eines vollwertigen Märchencharakters, stehen Rotkäppchen, Schneewittchen, Jack der Riesenkiller und der nackte Kaiser aus „des Kaisers neue Kleider“ da in ihrem kurzen Hemd, gut der nackte Kaiser nicht wirklich. Um ihre Ehre wieder zu erhalten, suchen sie nach Arbeit. Diese bietet sich auch gleich an, denn die drei Bären haben ihren Breitopf geklaut bekommen und können deshalb ihre Gaststätte nicht mehr betreiben. So machen sich unsere vier Helden auf um diesen zu besorgen…

… und das geschieht nicht gerade in der Art und Weise, die die eigentlich kindgerechte Grafik vermuten lässt. Diese ist nämlich richtig knuddelig. Die Häschen, Rehchen und ähnliches, die sich in den Wäldern des ersten Levels tummeln, sehen so verdammt schnuckelig aus, allerdings nur, bis zu dem Zeitpunkt, wo ihr ihnen mit einer der rund 140 Waffen den Roten Lebenssaft aus dem Leib prügelt. Literweise spritzt das Blut aus euren Gegnern und verteilt sich auf dem Boden. Doch Vorsicht, rutscht nicht darauf aus! Und glaubt nicht, dass sich alle so wehrlos wie die Häschen ihrem Schicksal stellen. Holzfäller, Lebkuchenmänner, Prinzen und andere versuchen, es euch mit gleicher Münze heimzuzahlen und stellen sich euch mit ihren Waffen entgegen. Mit einigen Schlägen zeigt ihr diesen allerdings, wer der Herr oder die Dame im Märchenland ist. Am Ende einiger Levels kommt es zu Showdowns mit anderen zweifelhaften Märchenhelden. Tötet den Rattenfänger, die siamesischen Zwillinge Hänsel und Gretel oder verbrennt die böse Hexe, um an euer Ziel zu gelangen.

Das ist alles sehr skurril und mit einer gehörigen Prise Humor und Blut in Szene gesetzt worden. Die Unreal Engine 3 leistet hier mal einen etwas anderen Dienst als man es von ihr gewohnt ist. Die Grafik ist im Allgemeinen recht nett, besonders ins Augen fallen wird euch die Dynamic Slicing Technology (oder auch Salami Violence genannt). Sie ist der Hauptkern der Kampfengine. Mit dem rechten Analogstick steuert ihr die Kampfbewegung eures Helden. Meist recht planlos aber effektiv. Wenn ihr genügend Treffer gelandet habt, könnt ihr einen Zeitlupenmodus aktivieren. Jetzt habt ihr die Möglichkeit, in Zeitlupe den Gegner zu zerhacken oder ihm alle Knochen zu brechen. Hier wird auch der Gegner und euer Charakter in einem hervorgehobenen Schnipsel herangezoomt und ihr seht schön, gut von der Hand, die Levels sind schön unfair und es macht